Archiv der Kategorie: Allgemein

Weihnachtsfeier 2014

Höhepunkt unserer diesjährigen Weihnachtsfeier war das Mitbringbuffet. Jeder der Teilnehmer konnte sich aussuchen, ob er/sie eine Vorspeise, ein Hauptgericht oder eine Nachspeise mitbringen würde. Daher war das Ganze eine große Überraschung, was an diesem Abend alles auf den Tisch kommen würde. Und es hat sich gelohnt! Man konnte aus zahlreichen Speisen wählen, die alle mit sehr viel Liebe zubereitet wurden. Es war einfach ein herrlicher Anblick für die Augen und für den Gaumen.
Die erworbenen Trainerscheine werden ja traditionell an der Weihnachtsfeier ausgegeben und so konnten diese an ihre Besitzer übergeben werden.
Zwei lockere Rätselrunden und das Wichteln rundeten die Weihnachtsfeier ab und sorgten für einen schönen und angenehmen Abschluß eines arbeitsreichen, aber durchaus erfolgreichen Jahres.

Ich möchte mich als 1. Vorsitzende in diesem Zuge gerne auch bei allen Mitgliedern und Vorstandskollegen für die schöne Zusammenarbeit bedanken.

Kerstin Hagenbuch
1.Vorsitzende

Fährtenseminar mit Milan Hoyer, 24./25./26.10.2014

Gruppenbild-1 Bereits zum dritten Mal konnten wir Milan Hoyer für ein Drei Tages-Fährtenseminar gewinnen. Es war mit Sicherheit, für alle Beteiligten, die aus Nah und Fern angereist waren, ein absolutes spitzenmäßiges Seminar.
Mit einer Kennenlernrunde am Freitag um 7.00 Uhr und einem gemeinsamen Frühstück begannen wir. Danach fuhren wir zum vorher mit den Jagdpächtern und Bauern ausgemachten Fährtengelände.
Dort angekommen durfte jeder seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, indem gezeigt wurde, wie der momentane Leistungsstand ist. Milan verschaffte sich einen Überblick und stellte fest, dass es bei jedem Team für die nächsten Tagen einige Ansatzpunkte gab.
Die dreizehn Teilnehmer nahmen durch Milan die völlig neu aufgebaute Fährtenarbeit auf. Das andere, neue Trainingskonzept überraschte so manchen alten Hasen. Milan machte uns immer wieder auf die präzise Arbeit aufmerksam. Es muss alles ohne Zwang ablaufen. Er nannte es, ein Spielen mit dem Hund.
Die sog. Geruchsfelder waren für uns und die Hunde, der erste Ansatz um die Arbeit zu beginnen. Dadurch lies sich die Arbeit unserer Hunde genau beobachten. OK, welcher Hund findet auf einer Wiese schon einen gedeckten Tisch. Der erste Tag verging wie im Flug. Am Abend trafen wir uns im Vereinsheim zu einem, aus kurzer Hand, organisierten Essen.
Der nächste Morgen kam und um 7.00 Uhr trafen wir uns wieder im Vereinsheim um die Vorbereitungen zu treffen. Das hieß, Leckerli schneiden und überhaupt, den „Belohnungen“ für unsere Hunde waren fast keine Grenzen gesetzt. Die Gegend rund um den Büschelehof war wie geschaffen für den zweiten Tag. Den Anfang machten wieder die Geruchsfelder. Dabei war zu beobachten, dass sogar die Hunde im gewissen Abstand zueinander, sich nicht stören ließen und ihre Arbeit voll konzentriert meisterten.
Was uns allen besonders gefallen hat war die gemeinsame Arbeit mit den Hunden und die absolut super stattgefundenen Gespräche unter den Teilnehmer.
Der Sonntag begann wieder um 6.00 Uhr im Vereinsheim. Da die Sommerzeit an dem Sonntag geendet hat, war die Küchencrew um 5.00 Uhr schon da, kurzes Frühstück und raus aufs Gelände. Milan gab uns Tipps, für ein besseres Miteinander zwischen Jagdpächter, Bauern und Hundeführern.
Jetzt war die Zeit gekommen, dass wir unsere Hunde auch mal „richtig“ fährten lassen konnten. Aus den Geruchsfeldern heraus, durften wir ein sog.“Schwänzchen“ mit dreißig Schritten legen. Unter den strengen Augen des Profis, war es für uns nun nachvollziehbar in welchem Abstand die Bodenverletzung und das Leckerli liegen musste.
Wir konnten dabei einen Such-Rhythmus erkennen. Das Ganze machte unheimlichen Spaß und der Grundstein für weitere „Dapser“, wie Milan es nannte, war gelegt. Nun suchten die Hunde mit tiefer Nase und nicht mehr oberflächlich wie am ersten Seminartag.
Manche Hunde suchten schon 120 Schritte manche über 200 und andere wieder um die 350 Schritte.
Wir hatten auch Fortgeschrittene dabei, die konnten ihre Trainingsarbeit auf Ackerboden mit allem drum und dran vorführen. Immer unter den „strengen Augen“ von Milan, der auch hier seine langjährige Erfahrung weitergab.
Das Wetter war die ganzen Tage wie bestellt zum Fährten. Nicht zu warm und nicht zu nass. Nach einer Mittagspause im Vereinsheim waren wir noch einmal auf der Wiese. Für manchen Spaziergänger hatte es bestimmt schon für Verwunderung gesorgt, dass Menschen in einem Abstand zu einander standen und Kreise und Spuren in die Wiesen getrappelt haben.
Egal, allen Teilnehmern machte es riesigen Spaß. Das Abschluss-Feedback fiel dementsprechend positiv aus.
Der Dank galt vor allem Milan, der uns durch seine Erfahrung derart unterstützte, dass einer neuen Trainingsarbeit zum Fährten nichts mehr im Weg steht. Auch dem VdH Knittlingen, wurde im Namen aller Seminarteilnehmer ein Lob ausgesprochen, allen voran unserer Kerstin, die sich drum herum um alles gekümmert hat. Der Küchencrew, (insbesondere Sigi, die alle 3 Tage vor Ort war),welches über die drei Tage wieder einmal gezeigt hat, dass es bei unserem tollen Verein einfach läuft. Bedanken möchte sich der VdH Knittlingen bei allen kleinen „Helferlein“
Die Teilnehmer würden sich über eine Wiederholung im nächsten Jahr mit Milan Hoyer freuen und sich sofort wieder anmelden, wenn es dann heißt “auf zur Fährte”.

Für den VdH Knittlingen Uwe Bernecker

1. und 2. Platz beim THS-Turnier in Kirrlach

Karin Flach mit Betsy und Michael Stark mit Finn machten sich am Samstag, den 13.09 auf den Weg nach Kirrlach um einen Vierkampf 1 zu laufen. Beide gingen mit wenig Erwartungen an den Start, da das Turnier sehr stark besetzt war.

Karin Flach legte mit Betsy eine super Unterordnung mit 57 Punkten vor. Da dann beim Hürdenlauf, sowie im Slalom und im Hindernislauf 5 Läufe mit 0 Fehlerpunkten folgten und auch die Laufzeiten gut waren, konnte ihr der 1. Platz nicht mehr genommen werden.

Michael Stark mit Finn hatte gleich zu Anfang Pech, dass Finn nicht bei der Sache war und die Unterordnung nicht besonders gut lief. Aber auch dieses Paar legte danach mit 5 Läufen über 0 Fehlerpunkten und guten Laufzeiten die Basis für einen guten 2.Platz.

Obedienceprüfung beim HSV Welzheim

Erfolgreich in Welzheim ist Anne Kathrin Weiß mit Border Collie Luke in der Klasse 2 gestartet. Nach einer sehr schönen Vorführung musste das Team leider in der Distanzkontrolle eine Nullrunde hinnehmen. Der noch junge Luke ließ sich, von dem, direkt am Prüfungsplatz befindlichen Windrad, sehr beeindrucken. Am Ende war aber ein sehr schönes Vorzüglich mit 263 Punkten zu verbuchen.

Ebenso in der Klasse 2 ist unsere Jugendliche Franziska Hagenbuch mit ihrem Schnauzer Jerry an den Start gegangen. Das Team konnte ein gut mit 200 Punkten und damit die Qualifikation für die südwestdeutsche- Jugendmeisterschaft erreichen.

In Klasse 3 startete  Anne Kathrin Weiß mit ihren Rhodesian Ridgeback Cusco. Die Beiden erarbeiteten sich ein gut und 204 Punkten.

Um eine nochmalige Qualifikation für die swhv-Jugendmeisterschaft ging es für Franziska Hagenbuch, diesmal mit Schnauzer Spencer. Spencer war an diesem Tag auch sehr beeindruckt, doch mit einem  sehr gut und 210 Punkten konnte die  Qualifikation erreicht werden.

 

Vereinsinterne Obedience-Prüfung 23.03.2014

16 Hunde x 16 mehr oder weniger nervöse Hundeführer = vereinsinterne Obedienceprüfung.
Und schon war sie da,… die vereinsinterne Prüfung, auf die man sich nun in den Wintermonaten vorbereitet hatte. Die Wetterprognose war zwar nicht ganz so günstig, aber wir hatten Glück. Bewölkt und kühl, aber weitgehend trocken… perfektes Hundewetter wurde uns beschert.
Mit 14 vereinseigenen Teams und 2 Gaststartern konnten sich das Teilnehmerfeld wie auch die Ergebnisse der einzelnen Starts durchaus sehen lassen.

Den Anfang machten die Beginner. Mit sehr schönen Leistungen konnten sich Annette Eigl und Cosmo (249,5 Punkte) sowie Simon Grüning mit Lucky (230,5 Punkte) ein Vorzüglich erarbeiten. Dies bedeutet, dass dem Aufstieg in die Klasse 1 nichts mehr im Wege steht.
Patrick Grüning und Matilda zeigten ebenfalls eine sehr schöne Vorführung. Mit 199,5 Punkten erreichte das Team ein sehr schönes Sehr Gut.

In der Klasse 1 erreichte Denisa Kyselicóva mit ihrem Spencer beim ersten Start sogleich den Aufstieg in die Klasse 2. Mit 227,5 Punkten konnte ein Vorzüglich in die Leistungsurkunde eingetragen werden. Stefanie Krieg-Rumpf mit Duffy erreichte ein Gut mit 187 Punkten.

Ab der Klasse 2 steigen die Anforderungen und auch die Erwartungen. Was es nicht immer leicht macht, diese Klasse auch zu bestehen. Nicht so aber für unsere Hundeführer, sie haben sich ganz toll geschlagen und konnten alle bestehen. Stefanie Krieg-Rumpf erreichte mit Howard ein Gut und 217,5 Punkte, Bettina Goll und Duke ein Sehr Gut und 241,5 Pkt. Ebenso ein hohes Sehr Gut erreichte Anne-Katrin mit Luke. Mit 255,5 Punkten schrammte das Team mit 0,5 Punkten am begehrten Vorzüglich vorbei.
Jana Oeder mit Heily war als Gaststarterin dabei. Das Team erarbeitete sich sehr gute 241,5 Punkte.

Die Klasse 3 war die Klasse mit den meisten Starts. Hier traten 7 Teams zur Überprüfung ihrer Leistungen an.
Ein Team musste leider eine Disqualifikation mit nach Hause nehmen. Der Hund hatte leider den Übungsparcours kurzeitig verlassen, was in dieser Klasse mit einer Dis endet. Und dabei hatte das Team bis zu diesem Zeitpunkt so toll gearbeitet… schade!
Andreas Mössinger mit Aslan konnte sich ein Gut und 210 Punkte erarbeiten, Anne-Katrin Weiß mit Cusco erreichten ebenfalls ein Gut mit 211 Punkten, ebenso Andrea Böhm und Emily mit 222 Punkten. Barbara Schymik und Dusty durften sich über ein Sehr Gut mit 225 Punkten freuen. Kerstin Hagenbuch erreichte mit Hero ein Vorzüglich mit 271 Pkt.
Als Gaststarter war Alexandra Klein mit Enzo im Ring. Mit einem Vorzüglich und 257 Punkten hat das Team die erforderliche Qualifikation für die VDH DM erreicht. Wir wünschen dem Team alles Gute auf der DM und das nötige Quäntchen Glück.

Die Trainer und die Vorstandschaft gratuliert allen Teilnehmern ganz herzlich. Ihr habt toll gearbeitet und das Training hat sich gelohnt.
Unser Dank geht an die Richterin Tanja Gerstlauer, die mit gutem Auge ehr gleichmäßig gerichtet hat. Die Starter haben sich bei ihr sehr wohl gefühlt.
Ebenso bedanken wir uns bei allen Helfern, die egal welcher Art zum Gelingen dieser Prüfung beigetragen haben. Sowas geht nur im Team.

Kerstin Hagenbuch
1.Vorsitzende

Danke auch nochmal an Naddl für die tollen Bilder und die Bildbearbeitung. Wegen des schlechten Wetters diesmal in Sepia.

Neujahrsempfang 06.01.2014

Am 06.01. hatte der Hundeverein Knittlingen traditionell zum Neujahrsempfang eingeladen. Mit ca. 45 Mitgliedern, die an diesem  Empfang teilgenommen haben, konnte man sehen, dass  dieser Empfang zum Jahresauftakt dazu gehört.

Nach einer Ansprache der 1. Vorsitzenden, Kerstin Hagenbuch, bei der sie den Mitgliedern ein gutes, aber vor allem gesundes neues Jahr, sowie die Erfüllung der ureigensten Ziele gewünscht hatte, konnte mit Sekt und/ oder Orangensaft hierauf angestoßen werden.

Im Anschluss wurde das Buffet eröffnet. Auch dieses Mal blieb kein Wunsch offen, so dass eifrig geschlemmt wurde. Bei guten Essen fehlten natürlich  auch nicht die guten Gespräche, so dass die letzten Gäste erst am Spätnachmittag den Heimweg antraten.

Kerstin Hagenbuch

1.Vorsitzende

 

Weihnachtsgeschichte

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Eine Weihnachtsgeschichte – von Franziska Hagenbuch
Den Kopf im dick aufgeplusterten Federkleid vergraben, saß die kleine Eule hoch oben auf einem zugeschneiten Ast. Es war eisig kalt an diesem Abend, wie lange nicht. Die kleine Eule bereute es, sich für diese Nacht keinen warmen Schlafplatz gesucht zu haben. Nicht nur die Kälte war an diesem Tag ungewöhnlich. Nein, auch das Dorf, in dem es sonst immer sehr still zuging, war an diesem Abend belebter. Als sogar auf einmal lautes Gelächter ausbrach, schaute die kleine Eule neugierig nach unten. Überall brannten warme Lichter, fröhliche Stimmen drangen aus den Häusern. Mit leisem Flattern flog sie neugierig ins Dorf, denn sie wollte herausfinden, was an diesem Abend so Besonderes vorging. Sie flog durch die engsten Gassen und Spalten, bis sie es sich schließlich auf einem Hausdach gemütlich machte, um das muntere Treiben unter ihr zu beobachten. Sie sah ein Ehepaar fröhlich die schneebedeckte Straße entlang schlendern, ein paar Meter weiter bauten zwei kleine Jungen einen Schneemann, die Eltern der Kinder beobachteten dies lächelnd. Die kleine Eule freute sich, dass heute alle so glücklich waren, bis ihr Blick auf ein Auto fiel, aus welchem gerade etwas ausgeladen wurde. Mit ihren guten Eulenohren hörte sie ein leises Wimmern, welches geradewegs aus dem Auto zu kommen schien. Von Neugier gepackt, flog die kleine Eule ein Stück näher heran, bis sie einen noch besseren Blick auf das Auto hatte. Ein groß gewachsener, schlanker Mann hievte einen großen Karton aus dem Kofferraum, eine Frau huschte um ihn herum, wie eine Motte um das Licht: „Aber Schatz, pass auf! Halte den Karton gerade! Wir wollen doch nicht, dass dem Geschenk unserer Tochter etwas zustößt!“ Der Mann schaute genervt und trug das Geschenk in das Haus hinein. Verwundert beobachtete die Eule den Vorgang, bis sie ein erneutes Wimmern vernahm. Es ließ sie nun nicht mehr los, sie musste wissen, was für ein Geschenk sich in diesem Karton befand! Zügig schwebte sie auf die Fensterbank des Hauses, und suchte mit ihren Augen den Raum ab. Der Mann stand mittendrin, den Karton noch immer in der Hand. Nach ca. 5 Minuten stellte er ihn ab und öffnete ihn. Gespannt beobachtete die Eule, was nun passieren würde. Sie reckte und streckte sich, um sehen zu können, was sich in dem Karton befand. Der Mann langte hinein und holte einen kleinen Hund heraus. Es war ein Bernhardiner Welpe mit sehr viel Fell. Nun wurde der Eule auch klar, woher das Wimmern kam. Zufrieden, das Rätsel gelöst zu haben, flog sie wieder zu ihrem Ast und schlief auch gleich ein. In der Nacht plagten sie anschließend viele Gedanken: Warum war an diesem Abend alles so erhellt gewesen? Warum waren alle so fröhlich? Und warum verschenkte man einen Welpen?

Die nächsten Monate verliefen normal. Die Kälte hatte sich wesentlich gebessert und es war wieder Ruhe in das Dorf eingekehrt. Die kleine Eule, die inzwischen auch etwas älter geworden war, suchte gerade den Rathausplatz nach etwas Fressbarem wie altem Brot ab, als sie auf etwas aufmerksam gemacht wurde. Ein Rascheln, das immer lauter wurde und scheinbar von der etwa 100 Meter entfernten Mülltonne kam. Neugierig flog die kleine Eule zu den Mülltonnen. Sie hatte keine Angst und war generell nicht so scheu wie ihre Artgenossen, denn sie fühlte sich zwischen den Tauben und den ganzen Menschen wohler als im stillen, einsamen Wald. Weiterhin dem Rascheln folgend, fiel ihr Blick auf etwas Großes, Plüschiges. Ihre Vorahnung bestätigte sich, als sie den inzwischen größer gewordenen Bernhardiner entdeckte. Er scharrte in einer alten Mülltüte, scheinbar auf der Suche nach etwas zu essen. „Was machst du denn hier?“ fragte die Eule. Mit müdem Blick sah der verschmutzte Hund sie an: „Was soll ich hier machen? Du kennst mich doch nicht.“ Die Eule kam näher auf ihn zu. „Ich habe dich nur einmal gesehen, an einem sehr speziellen Abend. Du wurdest aus einem Karton geholt, von einem Mann! Es ist sehr lange her.“ Der Hund begann leise vor sich hin zu Brummen: „ Ach, was soll ich dazu sagen… Ich galt als Geschenk. Da wo du mich gesehen hast, wurde ich nur begutachtet. Danach wurde ich sofort wieder in den Karton gesteckt. Ich wurde lange umher getragen, hatte kein Wasser, konnte mich nur an Luftlöchern im Karton orientieren. Ich habe viel geschlafen, denn das Wimmern machte mich müde. Dann, es kam mir wie eine Ewigkeit vor, wurde der Karton erneut geöffnet. Ein kleines Mädchen nahm mich in den Arm, ich empfand sehr viel Liebe und Geborgenheit bei ihr. Die Wochen vergingen und die Beziehung zu ihr wurde immer seltsamer. Sie interessierte sich zunehmend weniger für mich, hatte nur noch Zeit für ihre Freundinnen. Am Ende wurde ich sogar geschlagen, dann hat man mich schlussendlich einfach vor die Tür gesetzt – in die eisige Kälte.“ Die kleine Eule merkte, wie ihre Stimmung sich senkte. Sie war den Tränen sehr nahe. Für einen Moment fand sie keine Worte für den Hund, also hüpfte sie nur auf seine Pfote und legte einen Flügel darauf. „Ich wusste nicht das Menschen so grausam sein können. Sag mal wie heißt du eigentlich?“ Der Hund sah mit einem Funkeln in den Augen zu der Eule. „Ich heiße Bruno. Und wie heißt du?“ die kleine Eule antwortete: „Ich heiße Lilly, schön dich kennen zu lernen, Bruno! Wir müssen doch ein Zuhause für dich finden, du kannst doch nicht von Abfällen leben!“ Nachdenklich sah Lilly dem Hund in die Augen, bis ihr etwas einfiel: „Ich habe eine Idee! Nicht weit von hier – am Waldrand – lebt eine alte Frau. Ich sehe sie nicht jeden Tag, da sie sehr selten vor die Tür geht. Aber wenn sie nach draußen geht, wirkt sie immer sehr traurig. Ich habe sie noch nie lachen sehen und sie wirkt sehr einsam. Sollen wir dort mal hingehen? Vielleicht kannst du ja bei ihr wohnen!“ Brunos Augen strahlten und er sprang auf, als er antwortete: „Das wäre so toll, nichts würde ich mir sehnlicher wünschen! Lasse uns doch bitte gleich dort hingehen!“. Zwei Stunden dauerte ihr Marsch, wobei Lily auf dem Rücken von Bruno saß, als sie am Haus der alten Dame ankamen. Lilly und Bruno sahen sich gegenseitig an, als Bruno aufgeregt fragte: „Wie machen wir das jetzt?“ Lilly überlegte nicht lange: „Setz dich vor ihre Tür und jaule richtig laut! Sie wird dich bestimmt hören, denn taub ist sie nicht!“ Lächelnd tapste Bruno zum Haus und setzte sich vor die Haustür. Lilly flog auf einen Ast und beobachtete gespannt, wie Bruno sich die Seele aus dem Leib jaulte. Es dauerte nicht lange, da öffnete sich die Tür. Die leise Stimme der alten Frau erklang: „Oh, was bist du denn für ein Süßer! Hast du keinen Besitzer, weil Du hier alleine sitzt?“ Bruno wedelte mit dem Schwanz, als ob er verneinen würde. Suchend schaute sich die Frau um, dann wandte sie den Blick wieder auf Bruno. „Und du bist ja so schmutzig! Hunger hast du bestimmt auch!“ Sie öffnete die Tür, „Nun komm rein, du bekommst ein Bad und etwas Leckeres zu essen!“ Schnell rannte Bruno in die warme Stube und freute sich seines Lebens. Lilly freute sich ebenfalls sehr, in ihrem Falle für Bruno. Er hatte nun ein warmes Zuhause und immer etwas zu essen. Sie freute sich aber auch für die alte Dame, da diese nun nicht mehr alleine und traurig war. Die Eule blieb bei den Beiden, da sie einen Zugang zum Dachboden in dem kleinen Haus gefunden hatte. So hatte sie es auch immer schön warm und trocken, außerdem konnte sie regelmäßig Bruno treffen. Seit diesem Tag waren die beiden immer zusammen und erfuhren, was wahre Freundschaft bedeutet.

Die Moral der Geschicht‘: Man verschenkt Tiere zur Weihnacht nicht!

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